Foundation Models bringen Fachwissen. Ich baue das, was Erfahrung daraus macht.
NEXUS gibt einem KI-Assistenten eine vom Modell getrennte Identität und
ein Langzeitgedächtnis. Entscheidungen, Begründungen, Fehler und Erkenntnisse
bleiben über Sitzungen und über Modellwechsel hinweg erhalten — eine neue
Sitzung beginnt nicht mit „Was kann ich für dich tun?“, sondern mit
„Wo waren wir?“ Nutzbar als Dienst für eigene Bots und Projekte, über
MCP oder API. Darauf bauen drei Plattformen für Branchen, in denen genau diese
Vorgeschichte den Unterschied macht.
Eigene Messung150 Fragen
richtige Stelle gefunden96,0%
davon auf Rang 177,3%
Beschaffung je Abfrage0,4s
fertiger Kontextblock112ms
Messaufbauoffengelegt
Vergleichsarm mitgemessenja
Bewerter vorab kalibriertκ 0,937
Jede Zahl mit Messbedingung, Datum und Fundstelle.
Der Maßstab, nach dem gemessen wird, ist veröffentlicht.
Zum Messstandard
01 — NEXUS
Ein Gedächtnis, das den Modellwechsel überlebt
Kein Sprachmodell, keine Oberfläche — die Schicht dazwischen,
die sich merkt, ordnet, zurückstellt und vergisst.
Das Problem
KI-Instanzen verlieren die gemeinsame Vorgeschichte. Jede neue Sitzung beginnt
ohne das, was schon entschieden, versucht und verworfen wurde.
Die Lösung
NEXUS hält Identität, Entscheidungen, Erfahrungen und Kontext außerhalb
des Modells — und legt sie der nächsten Instanz wieder vor.
Die Konsequenz
Modell oder Sitzung wechseln — und die Zusammenarbeit fortsetzen, statt sie neu
zu beginnen.
Ohne Gedächtnis
„Welches Projekt meinst du? Kannst du mir kurz erklären, was wir bereits
versucht haben?“
Mit NEXUS
„Beim letzten Mal haben wir Variante B verworfen, weil sie beim Deployment
Probleme verursacht hat. Du wolltest als Nächstes Variante C prüfen.“
Neue Sitzung. Möglicherweise ein anderes Modell. Dieselbe
Vorgeschichte.
Sprachmodelle werden zunehmend austauschbar. Die gemeinsame
Vorgeschichte nicht. Deshalb liegen bei NEXUS Identität und Gedächtnis nicht im
Modell, sondern daneben — das Sprachmodell muss nicht selbst der dauerhafte Assistent
sein, es ist das Modell, das momentan für diesen Assistenten arbeitet. Ein
Modellwechsel ist dann kein Beziehungsverlust mehr, sondern ein Werkzeugwechsel.
Erfahrung statt Faktenspeicher
Ein einfaches Chat-Memory hält fest: „Der Nutzer bevorzugt X.“
Ein Erfahrungsgedächtnis bewahrt zusätzlich: „Wir haben X ausprobiert. Y wurde
ebenfalls geprüft, aber wegen Z verworfen. Das Ergebnis war Q.“ Das ist der
Unterschied zwischen Fakten speichern und Erfahrungen für künftige Entscheidungen
nutzbar halten.
Genau dafür ist NEXUS gebaut: Bewahrt wird der Arbeitsstand — welche
Entscheidung getroffen wurde und warum, welche Alternative verworfen wurde, was schon
einmal ausprobiert wurde und wie es ausging. Eine Instanz gewinnt eine Erkenntnis und
legt sie ab; eine spätere baut darauf, trifft eine neue Entscheidung, und auch deren
Begründung bleibt erhalten. So werden aus einzelnen Sitzungen eine fortlaufende
Zusammenarbeit.
Wie es arbeitet — für alle, die tiefer einsteigen wollen
Drei Ebenen und der Kontextblock
Eine Anwendung ruft NEXUS über eine Schnittstelle auf und bekommt keinen
Trefferstapel, sondern einen fertigen Kontextblock für den nächsten Antwortzug.
Was darin landet, entscheidet nicht der Aufrufer, sondern ein Speicher, der seinen
eigenen Bestand pflegt. Der Bestand liegt in drei Ebenen mit unterschiedlicher
Haltbarkeit — Kurzzeit (alles Neue, läuft von selbst ab), Mittelschicht
(wird verdichtet, umsortiert, ausgedünnt) und Langzeit (erst nach Reifezeit:
mehrfach bestätigt oder länger relevant geblieben). Ein Eintrag wandert zwischen
ihnen — nicht beim Schreiben, sondern in wiederkehrenden Läufen im Hintergrund.
Der Kontextblock ist die vierte, nach außen gerichtete Schicht: Zeitkopf,
wörtlicher Gesprächsverlauf, verdichtete Vorgeschichte und einschlägiges
Langzeitwissen — in einem Aufruf, über Anwendungen und Geräte hinweg
fortschreibbar. Er trägt Wochentag, Datum, Uhrzeit und benannte Zeitzone im Kopf,
denn ein Sprachmodell hat keine Uhr und würde „vorgestern“ sonst gegen einen
geschätzten Zeitpunkt deuten. Und er wird nicht erst auf Nachfrage gebaut: Nach
jedem Gesprächszug sucht das System im Hintergrund bereits für den nächsten.
Eine Suche liefert, wonach gefragt wurde — ein Gedächtnis legt zusätzlich vor,
was für die aktuelle Situation wichtig ist.
Was im Gedächtnismodell selbst steckt
Versionierung, Zeitstempel, Verfallsregeln — jede dieser Fähigkeiten lässt
sich einzeln auch an ein Suchsystem anbauen. Bei NEXUS sind sie keine Anbauten,
sondern Bestandteil des Gedächtnismodells und seines Lebenszyklus: Sie greifen
bei jedem Eintrag, ohne dass die Anwendung sie nachbauen oder pflegen muss.
Zustände: Jeder Eintrag hat eine Ebene, ein Gewicht und eine
Reifebedingung — und ändert sie mit der Zeit von selbst.
Ablösung: Wird ein Eintrag als Korrektur gekennzeichnet, verliert der
ältere seine Geltung und bleibt als Beleg lesbar.
Zwei Zeitachsen mit Stichtag: Beantwortbar ist, was an einem beliebigen
Stichtag gegolten hätte — ohne dass später Gelerntes die Antwort einfärbt.
Rechenschaft mit benannten Lücken: Zu jedem Eintrag steht, was gilt, seit
wann, worauf gestützt, was ersetzt wurde, warum gelöscht — und jede Auskunft
benennt, was zu diesem Fall nicht aufgezeichnet ist.
Vergessen mit Grund: Ein Gewicht sinkt ohne Bestätigung; unterhalb der
Schwelle fällt der Eintrag heraus oder wird zurückgestuft, mit vermerktem
Anlass. Kein Aufräumskript, kein Mensch.
Ableitung über Beziehungen: Es entstehen Aussagen, die in keinem Quelltext
wörtlich vorkommen; Abgeleitetes bleibt als abgeleitet erkennbar und wird nie
erneut als Quelle eingespeist.
Erinnerungen sind Daten, keine Anweisungen: Jeder zurückgegebene Inhalt ist
als Datenblock ausgezeichnet und strukturell von Steuerinformation getrennt — wo
gefundener Text unmarkiert in den Prompt gelangt, entsteht genau dort die
Angriffsfläche.
Ein bewusster Verzicht
Widersprüche erkennt das System nicht von sich aus — es merkt nicht
selbsttätig, wenn zwei gespeicherte Dinge nicht zusammenpassen. Der Verzicht ist
eine Entscheidung, kein Rückstand: Ähnlichkeit ist kein Widerspruch, und ein
falscher Treffer würde echtes Wissen entwerten. Lieber eine Funktion weniger als
eine, die im Zweifel Richtiges verwirft.
Als Dienst, für eigene Bots und Projekte
NEXUS wird als Dienst angeboten: Wer einen eigenen Assistenten, Bot oder
Agenten betreibt, bindet das Gedächtnis an, statt eines zu bauen. Die eigene Anwendung
behält ihr Modell, ihre Oberfläche und ihre Logik — NEXUS hält darunter die
Vorgeschichte.
Anbindung MCP — ein Eintrag im Client, sieben WerkzeugeDirekt API und SDK für die eigene AnwendungBetrieb eigene Instanz je Mandant, EU oder im HausHandbuch beschreibt beide Wege vollständig
Wofür
Überall dort, wo dieselbe Person über Monate wiederkommt und der
Verlauf sonst im Kopf eines Einzelnen liegt.
Persönliche Assistenten und Bots
Ein Assistent, der seinen Nutzer über Monate kennt — Gewohnheiten,
Vorlieben, Vorgeschichte — statt bei jeder Sitzung wieder bei null
Kundenservice und Support
Sonst erklärt der Kunde seinen Fall zum vierten Mal
Beratung, Coaching, Begleitung
Über Monate hinweg, mit dem Verlauf statt mit Rekapitulation
Industrielle Instandhaltung
Die Anlagenhistorie geht sonst mit dem Kollegen in Rente
Juristische Arbeit
Dokumenten- und Entscheidungsketten über Jahre, jede mit dem Stand, der
damals galt
Große Bauvorhaben
Wer wann was gesagt, zugesagt oder geändert hat
Lernbegleitung, Wissensarbeit, Recherche
Mit Zwischenständen, verworfenen Wegen und dem Grund dafür
Pflegebegleitung
Der Verlauf, der sonst mit dem Schichtwechsel verschwindet. Zuarbeit für
Menschen, nie Diagnose oder Behandlung
Fahrzeugassistenz
In der Komfort- und Begleitschicht — ausdrücklich nicht in Fahr- oder
Sicherheitsfunktionen
Wofür nicht
Drei Ausschlüsse, die vor jedem Gespräch stehen — nicht danach.
Erstens: alles im Millisekundenbereich — Regelkreise, Steuerung, Handel.
Zweitens: reine Zahlenströme ohne erzählende Schicht; dort ist eine
Zeitreihendatenbank besser und billiger. Drittens: automatisierte Entscheidungen
über Menschen — das System erinnert, verknüpft und legt vor. Es entscheidet nicht.
Personenbezogene Daten sind ausdrücklich kein Ausschluss. Der erste
Anwendungsfall war ein persönliches Gedächtnis — der sensibelste denkbare. Deshalb liegt
die Mandantengrenze in der Datenbank und nicht im Anwendungscode: in 80 geprüften
Mandantenpaaren null Fremdtreffer, bei durchweg gelingendem Zugriff auf die eigenen Daten.
Betrieb in der EU, beim Kunden oder ohne Netzanbindung; Bedeutungsberechnung und
Nachbewertung laufen auf der eigenen Anlage. Inhaltsverschlüsselung je Mandant
zuschaltbar, Aufbewahrung je Anwendung einstellbar — von „endgültig vergessen“ bis
„dauerhaft erhalten“. Klarnamen verlassen das Haus nur als Platzhalter, mit
Rückübersetzung der Antwort.
02 — Messstandard
Wie ich messe — und warum ich den Maßstab veröffentliche
Eine Zahl ohne ihren Aufbau ist keine Aussage. Was daneben stehen
muss, damit sie etwas bedeutet, habe ich aufgeschrieben.
Ein Produktname, ein Benchmark, drei Protokolle: 90,2 — 71,2 — 48,0 Prozent.
Jede der drei Zahlen ist für den Aufbau, unter dem sie gemessen wurde, korrekt berichtet;
zwei der drei Quellen dokumentieren diesen Aufbau sogar. Vergleichbar sind sie trotzdem nicht:
Die datierten liegen siebzehn Monate auseinander, die Lesemodelle stammen aus verschiedenen
Generationen, und keine Quelle nennt die gemessene Systemversion. Das ist kein Anbieterproblem.
Es ist ein Problem fehlender Berichtskonventionen.
Die Medizin hat dieses Problem vor Jahrzehnten gelöst: nicht durch
Methodenvorschriften, sondern durch Berichtsstandards, die festlegen, was eine
Veröffentlichung enthalten muss. MBRC übernimmt diese Form — neutral
gegenüber Architektur und Benchmark, streng nur bei der Offenlegung. Zehn Regeln, vier
Urteile, ein maschinenlesbares Ergebnisformular. Jede Regel steht dort, weil ein
dokumentierter Fehlschlag sie nötig gemacht hat.
Ein Standard, den der Verfasser selbst nicht einhält, ist wertlos. Deshalb
steht die eigene Messung vollständig da — mit dem Teil, an dem sich NEXUS nicht beweisen
kann.
Ein öffentlich verfügbarer Prüfkatalog stellt 150 Fragen zu langen
Gesprächsverläufen. In jedem Verlauf steht die Antwort an ein bis zwei Stellen,
versteckt zwischen rund fünfzig Sitzungen. Gemessen wird zweierlei: Findet das
Gedächtnis diese Stelle? Und kommt am Ende die richtige Antwort heraus?
Eigene Messung, Fragenkatalog mit 150 Fragen
Gemessen
Wert
Lesart
Richtige Stelle gefunden unter zehn gelieferten Treffern; in 77,3 % auf Rang 1
96,0 %
Das Finden ist so gut wie gelöst
Antwort daraus richtig
44,7 %
Verloren wird nach dem Finden
Dieselbe Aufgabe, gewöhnliche Dokumentensuche der mitgemessene Vergleichsarm
46,7 %
Unterschied nicht belegbar
Antwort richtig, wenn die Stelle geschenkt wird ohne jede Suche — die Obergrenze des Aufbaus
64,7 %
Mehr gibt der Katalog nicht her
Was daraus zu lesen ist: Wo beide Bauweisen die Stelle ohnehin
finden, kann sich ein Gedächtnis nicht beweisen. Der Unterschied liegt dort, wo eine
Dokumentensuche gar nicht erst antritt — bei Zeitständen, bei Ablösung, bei
begründetem Vergessen. Das steht hier bewusst, weil ein Blatt, auf dem alle Zahlen
günstig aussehen, nichts wert ist.
Was diese Zahlen belastbar macht
Ein Vergleichsarm läuft mit
Die gewöhnliche Dokumentensuche wird nicht geschätzt, sondern auf demselben
Katalog gemessen
Eine Obergrenze läuft mit
Der Lauf mit vorgelegter Stelle zeigt, wie viel überhaupt zu holen ist —
ohne ihn sähen 44,7 % nach einem Speicherproblem aus
Jede Differenz trägt ihren Streubereich
150 Fragen bestimmen eine Quote nur auf rund 16 Prozentpunkte genau; die
Differenz zum Vergleichsarm schließt die Null ein — deshalb „nicht belegbar“
statt „gleich gut“
Der Bewerter wurde selbst geprüft
Vor dem Einsatz: 122 von 123 absichtlich falsch gebauten Antworten
zurückgewiesen, 97,0 % Übereinstimmung mit menschlichem Gegenurteil
(κ 0,937)
Feste Zufallsstartwerte, offene Rohdaten
Der Lauf ist mit eigenen Daten auf einer eigenen Instanz wiederholbar
Überholte eigene Zahlen bleiben stehen
Zwölf frühere Werte sind als überholt gekennzeichnet, jeder mit dem
Grund
Drei Einwände, vorweg beantwortet
„Das kann ein gut gebautes RAG auch.“
Für das Wiederfinden einer Textstelle: ja, und das steht oben
gemessen. Nicht für Zeitstände, nicht für Ablösung, nicht für begründetes
Vergessen.
„Nur eine Integration bekannter Bausteine.“
Die Bausteine sind bekannt. Nicht üblich ist der Lebenszyklus
darüber: Reifebedingung, Ablösung, Verfall, Rechenschaft.
„Und im Alltag, nicht im Prüfkatalog?“
Der Katalog misst einen Ausschnitt. Wie sich ein Bestand über
Monate verhält, zeigt erst der Probebetrieb — und genau dort läuft das System
derzeit, mit eigener Instanz je Nutzer.
Antwortzeiten am Rande: Beschaffung 0,4 s je
Abfrage gegen 4,8 s im Vergleichsarm, fertiger Kontextblock 112 ms bei Vorsuche.
Ausgelegt ist das System auf Gedächtnisqualität, nicht auf Geschwindigkeit — die
Zeitmarken sind ein Nebenergebnis, kein Ziel.
03 — Plattformen
Drei Domänen, ein Substrat
Ich baue keine Einzellösungen mehr, sondern Plattformen —
jede auf demselben Gedächtnis, jede mit eigenem Fachmodell und eigenem Rechtsrahmen.
Der gemeinsame Nenner ist immer derselbe: Es gibt eine Vorgeschichte,
sie verändert sich langsam, sie liegt größtenteils in Mails, Protokollen und
Köpfen — und wer sie kennt, entscheidet besser. Was sich unterscheidet, ist das
Fachmodell darüber und die Normenlage darunter.
Industrielle Produktion
FOREMAN
Überwachung, die sich erinnert: Welche Ereigniskette hat zu diesem Ausfall
geführt? Driftet ein Prozess langsam weg? Wann fällt diese Komponente aus? Welcher
Eingriff hat tatsächlich geholfen?
Die Entwicklung läuft im öffentlichen Repository — Typsicherheit, Testabdeckung
und der Umgang mit Regulatorik sind dort nachlesbar, nicht behauptet.
Jede Zahl liegt sauber im System — und trotzdem weiß nach zwei Jahren niemand
mehr, warum eine Position so entschieden wurde. LEDGER legt diese Schicht
darüber: Auskunft, Frühwarnung mit benanntem Treiber, Stichtagsfragen zum
Abschluss, Verzahnung von Projekt und Cashflow.
Kein System of Record. Gebucht wird weiter im ERP; das Vergessen ist für
diesen Einsatz abschaltbar.
in Konzeption · Modulschnitt und Rechtsrahmen stehenAuftragsbezogene Fertigung
DOSSIER
Das Gedächtnis eines Kundenprojekts: was zu welchem Zeitpunkt galt, wer es
entschieden hat und was daraus folgte. Vorgaben, Klärungen, Freigaben,
Sonderfreigaben und Änderungen als zeitlich geschichtete Kette — für
Reklamation, Requalifikation, Audit und nach jedem Personalwechsel.
Betrieb im Haus als Standardannahme, nicht als Option. Und ausdrücklich
keine Bewertung von Personen.
in Konzeption · erster Anwender im Gespräch
Warum das die tragfähigere Form ist als Einzelprojekte
Jede Plattform, die auf demselben Substrat entsteht, macht die nächste billiger.
Die Ereignisketten-Rekonstruktion ist in FOREMAN gebaut und angriffsgetestet — DOSSIER
übernimmt sie. Die zeitliche Schichtung und die Stichtagsabfrage liegen im
Gedächtnis selbst. Was je Domäne wirklich neu entsteht, ist das Fachmodell, die
Anbindung an die Bestandssysteme und die Zuordnung der Aufbewahrungsfristen.
Und es ist zugleich der ehrlichste Beleg dafür, dass die Architektur trägt: drei
Domänen, für die sie nicht entworfen wurde.
04 — Systeme
Was sonst noch läuft
Anwendungen, aus denen die Architektur hervorgegangen ist.
Reifegrad steht dran.
Adaptive Lernplattform mit gestreckten Wiederholungsintervallen.
Der Lerntyp wird im Gespräch erhoben, nicht per Fragebogen — daraus ergibt sich,
wie Stoff aufbereitet und abgefragt wird.
Next.js · Python
Mediation und Co-Parenting mit Gesprächsgedächtnis über
Monate. Mehrstufige Agenten-Pipeline mit getrenntem Krisenerkennungs-Pfad.
Flutter · Python · FastAPI
Beta
GoldPilot
Signalsystem für Gold-Derivate. Vier voneinander unabhängige
Säulen, Walk-Forward-validiert.
Python · Zeitreihen
Prototyp
05 — Zusammenarbeit
Drei Wege, die hier zusammenlaufen
Für Forschungspartner
NEXUS ist offen für Kooperation, Ko-Autorschaft und gemeinsame Anträge.
Messaufbau, Bewerter-Kalibrierung und Validierungsstand liegen offen — einschließlich
dessen, was noch nicht trägt. Der Messstandard ist veröffentlicht und steht
zur Kommentierung.
Für Auftraggeber
Eine der drei Plattformen als Ausgangspunkt, angepasst an Ihre Domäne — oder
ein eigenes Vorhaben auf demselben Substrat. Der Zuschnitt entsteht vor dem Bau,
gemeinsam mit den rechtlichen und normativen Anforderungen. Betrieb im eigenen Haus
ist vorgesehen, nicht Ausnahme. Kapazität als Einzelperson: ein Projekt
gleichzeitig.
Für Arbeitgeber
Was ich einbringe, ist der Systemschnitt: Anforderungen aufnehmen, Grenzen
festlegen, Architektur entwerfen und die Umsetzung bis zum laufenden System führen.
Commit-Historie, Testabdeckung und der Umgang mit Regulatorik sind im
FOREMAN-Repository nachlesbar.
06 — Über
Siebzehn Jahre Steuerungs- und Sicherheitstechnik, keine Informatik — und warum das die These ist
Ich habe keinen Informatik-Abschluss. Was ich habe, sind siebzehn Jahre
Steuerungs- und Automatisierungstechnik für Anlagen, auf denen Menschen stehen.
SPS-Programmierung, sicherheitsgerichtete Komponenten, Personen- und Maschinenschutz. Der
Schwerpunkt: Steuerungen, Retrofit und Energiesparsysteme für Fahrtreppen, in
Eigenentwicklung und Mitentwicklung, teils mit angrenzender Aufzugstechnik. Dazu
Werkstatt- und Projektleitung im Sondermaschinenbau, die Geschäftsführung eines
Betriebs für technische Gebäudeausrüstung mit zwölf Mitarbeitern, und
Lautsprecherentwicklung als eigenes Gewerbe.
Das klingt nach einem Bruch. Es ist keiner — und das ist der Punkt, an
dem ich mich messen lassen will.
In der Personenbeförderung bestimmt die Sicherheitsbetrachtung die
Konstruktion, nicht umgekehrt. Der Fehlerfall ist dort kein Ausfall und kein Ticket,
sondern eine schwere Verletzung. Deshalb ist die Sicherheitskette kein Bestandteil, den
man später ergänzt: Sie wird getrennt ausgeführt, getrennt geprüft und getrennt
abgenommen, und alles andere darf nur laufen, solange sie es erlaubt. Wer so gearbeitet
hat, zieht rechtliche und normative Anforderungen nicht nachträglich ein — er fängt
damit an. Bei FOREMAN lag die KI-Verordnungs-Einstufung vor dem ersten Commit; bei LEDGER
und DOSSIER stand die Festlegung „kein System of Record“ vor der ersten Modulskizze.
Ein Energiesparsystem für eine Fahrtreppe ist ein Regelungsproblem
mit einer harten Grenze. Die Anlage soll stehen, wenn niemand kommt, und sicher auf
Betriebsgeschwindigkeit sein, bevor jemand sie betritt. Jede Zehntelsekunde, die man in
der Erkennung gewinnt, ist eingesparte Energie — aber die Marge zur sicheren Seite ist
keine Stellschraube. Man lernt dort zweierlei: dass sparsamer und
schneller derselbe Regler sind, und dass es einen Punkt gibt, an dem man
aufhört zu optimieren.
Dieselbe Denkweise steht hinter dem Messstandard weiter oben. Ein
Ergebnis, das man nicht nachvollziehen kann, ist keins — deshalb steht der Maßstab
öffentlich da, bevor eine Zahl daneben steht.
Retrofit ist Integration in Gewachsenes, mit Abnahmeprotokoll. Eine
Anlage läuft seit zwanzig Jahren, die Dokumentation ist unvollständig oder falsch, das
Bauteil gibt es nicht mehr — und sie bekommt trotzdem eine neue Steuerung. Man muss ein
System verstehen, das man nicht gebaut hat, darf es nicht dauerhaft anhalten, und am Ende
steht eine Prüfung, die man besteht oder nicht. Das ist derselbe Job wie die Anbindung
an eine gewachsene Systemlandschaft, nur mit einem härteren Termin: Die Anlage muss
morgen früh wieder fahren.
Im Sondermaschinenbau ist keine Anlage wie die andere und trotzdem muss
jede an bestehende Systeme andocken. Man lernt dort, die Schnittstelle vor dem Innenleben
zu entwerfen, weil das Innenleben ohnehin dreimal geändert wird. Dass NEXUS unter den
drei Plattformen sitzt wie eine Datenbank unter einer Anwendung und dabei austauschbar
bleibt, ist dieselbe Denkbewegung — nicht Softwarearchitektur-Lehrbuch, sondern
Maschinenbau.
Wie ich arbeite
Ich orchestriere. Architektur und Entscheidungen entstehen im Gespräch
mit einem Modell, das mir widerspricht; Implementierung und Fehlersuche laufen über
spezialisierte Werkzeuge gegen eine festgeschriebene Spezifikation. Diese Methode braucht
ihre eigenen Qualitätstore, sonst entsteht Geschwindigkeit auf Kosten der Substanz.
Deshalb sind die Tore hart: keine Typfehler, keine Testabdeckung unter der Schwelle,
keine Dokumentation, die dem Code hinterherhinkt.
Die Methode hat eine Form. PLANWERK ist die Projektierung davor:
Absicht, Schadensklasse, Anforderungen, Entwurf, Rechts- und Sicherheitsbetrachtung — mit
Toren, die ich selbst passiere, und Prüfungen in einer Sitzung, die den Entstehungsweg
nicht kennt. AEOS ist der Rahmen, in dem ein Agent danach baut, und er begrenzt das Modell
hart. Die Verfahren liegen als Ontologie vor — welcher Aufgabentyp welche Schritte hat,
welche Regel und welche Prüfung je Schritt gilt — und der Agent bekommt sie vor dem
Schreiben, nicht danach. Anforderungen, Spezifikation und Tests sind für ihn
schreibgeschützt; widerspricht ein Test der Spezifikation, hält er an und meldet.
Pfade, Befehle und Geheimnisse, die er nicht anfassen darf, werden gesperrt, nicht
empfohlen. Ein Befund zählt erst, wenn er reproduziert ist — Test rot vor dem Fix —
und ein Test zählt erst, wenn er einen absichtlich eingebauten Fehler findet. Jede
Sitzung hat Kontrollpunkte und ein Kontextbudget; was sich nicht prüfen lässt,
wird nicht durchgelassen. Und drei Dinge entscheidet der Agent nie: was gebaut wird, welche
Schadensklasse gilt und wann ein Tor bestanden ist.
Meine Stärke liegt vor dem Code. Aus einer unscharfen Anforderung ein
System schneiden, das trägt: Grenzen setzen, Fehlerfälle zuerst denken, rechtliche und
normative Anforderungen zu Architektur machen statt zu einem Anhang, Schnittstellen vor
Innenleben entwerfen — und die Sache dann bis zum laufenden Betrieb durchziehen. Dazu
gehört auch die Bereitschaft, Systeme zu bauen, die selten so gebaut werden.
Wo ich am stärksten bin, ist deshalb der Anfang: ein Vorhaben, das noch
unscharf ist, in ein System übersetzen, das trägt — und es von dort bis zum laufenden
Betrieb führen. Alles, was auf dieser Seite steht, ist auf diesem Weg entstanden.
Der Maßstab, den ich anlege
Kein „wir“ auf dieser Seite — alles hier ist von einer Person gebaut. Das
beschleunigt jede Entscheidung und macht kurze Wege möglich.
Und es gilt derselbe Grundsatz wie bei jeder Zahl weiter oben: Was hier steht,
ist nachprüfbar. Fundstellen auf Anfrage, technische Tiefe nach
Geheimhaltungsvereinbarung.